Leitfaden zum Demonstrator

Hilfen zur Erziehung — steuern statt kürzen

Die Hilfen zur Erziehung sind eine der am stärksten steigenden kommunalen Ausgaben — in Bonn rund 109 Mio € pro Jahr (Ansatz 2025). Gesteuert wird heute meist reaktiv: Die teuren Fälle werden sichtbar, wenn sie bereits eskaliert sind.

ASCEND dreht das um. Die Plattform analysiert KI-gestützt auf der META-Ebene die gesamte Fallstruktur und macht sichtbar, wo aus grün gelb und aus gelb rot wird — bevor die Kosten entstehen. Das Ziel: die richtige Hilfe früher und wirksamer, ohne Leistungsabbau.

So ist der Demonstrator aufgebaut

Fünf Sichten, eine Datenbasis — durchgängig konsistent vernetzt.

Executive Cockpit
Leitung / Überblick

Gesamtlage: 4.955 Fälle im Monitoring, Ampel-Verteilung, Fallportfolio je Hilfeart, offizielles Budget fallgenau abgebildet.

Fallsteuerung
Fachkraft / Team

Operatives Cockpit: alle Fälle nach Mein Fallbestand / Sozialraum / Gesamt, Suche, Filter, Heatmap „wo brennt es?", Arbeitsliste, Einzel-Fallakte.

Frühwarnung
Steuerungsebene

Die Übergänge grün→gelb→rot: welche Fälle kippen, wo frühes Gegensteuern lohnt.

Meta Steuerung
Fach-/Trägersteuerung

Kosten und Wirksamkeit je Träger, Muster über alle Fälle — jeder Träger bis zur Fallakte durchklickbar.

Leitung Jugendamt
Amtsleitung / Kämmerei

Gesamtsteuerung: 4.955 Fälle → 109,4 Mio € fallgenau verknüpft, je Hilfeart und Träger, bis zur Einzelakte.

Was Sie im Demonstrator steuern können

Datengrundlage — was echt ist, was Modell ist

Echt (amtlich)
  • Fallzahlen: Landesdatenbank NRW, Statistik der erzieherischen Hilfen 2024 (Bonn) — 4.955 Hilfen (Beratung 2.258 · ambulant 1.329 · stationär 643 · § 35a 725).
  • Budget: Bonn Haushaltsplan 2025/2026, Produkt 1.06.05 — 109,4 Mio € (Ansatz 2025).
Modell (transparent gekennzeichnet)

Fallkosten je Hilfeart × Ampel — auf das echte Budget kalibriert (Summe = 109,4 Mio €) —, Ampel-Verteilung, Pseudonyme, Team-/Fachkraftzuordnung.

Die Vollversion — mit Ihrem echten Datenbestand

DemonstratorVollversion
Mengengerüstechte Bonner AggregateIhre echten Einzelfälle
Fallkostenmodelliert, aufs Budget kalibrierttatsächliche Kosten je Fall/Träger
Verläufeangenommene Ampelreale Hilfeverläufe über die Zeit
Prognosestatischvalidierte 12-Monats-Trajektorie
Steuerungillustrativoperativ, auf realer Datenlage

Verarbeitet werden ausschließlich anonymisierte Strukturdaten — lesender Zugriff, kein Schreibzugriff auf Ihre Fachverfahren.

Das Kernstück

Die Trajektorie: 24 Monate Analyse → validierte 12-Monats-Prognose

In der Vollversion lernt ASCEND aus 24 Monaten tatsächlicher Kosten- und Verlaufsdaten. Daraus entsteht keine grobe Hochrechnung, sondern eine validierte Prognose für die kommenden 12 Monate:

  • Validiert statt behauptet (Backtesting): Das Modell wird an der Vergangenheit geprüft — zurückliegende Monate werden „blind" vorhergesagt und mit dem tatsächlichen Verlauf verglichen. Die Treffergenauigkeit ist belegt.
  • Fallgenau: je Fall eine Kosten- und Eskalationstrajektorie; je Hilfeart, je Träger und für das Gesamtbudget eine belastbare 12-Monats-Linie.
  • Frühwarnung mit Vorlauf: die Prognose zeigt, welche heute grünen/gelben Fälle in den nächsten Monaten zu kippen drohen — dort setzt frühes, günstigeres Gegensteuern an.
  • Ein Bild für zwei Ebenen: die Kämmerei erhält eine belastbare Budgetlinie, die Fachebene eine priorisierte Handlungsliste — beide auf derselben validierten Datenbasis.

Prinzip & Datenschutz